Die Nachrichtenagentur „Fergana“ teilt mit tiefer Trauer den Tod des herausragenden usbekistanischen Historikers, Heimatforschers, Journalisten und Schriftstellers Boris Anatoljewitsch Golender mit.
Am 5. Februar 2026 ist im 79. Lebensjahr nach schwerer Krankheit ein Mensch von uns gegangen, dessen Hingabe an die Bewahrung des kulturellen und historischen Erbes von Taschkent und ganz Usbekistan für viele Generationen ein wahrer Orientierungspunkt war.
Boris Golender wurde am 12. September 1947 in Taschkent geboren. Er absolvierte die Chemische Fakultät der Staatlichen Universität Taschkent und verteidigte 1978 seine Dissertation zum Kandidaten der chemischen Wissenschaften.
Seine wahre Berufung jedoch fand er in der Geschichte und der Heimatkunde. Nachdem er in den Journalismus gewechselt war, widmete er sein Leben der Erforschung und Popularisierung der Vergangenheit seiner Heimatstadt und seines Landes. Boris Anatoljewitsch arbeitete im Staatlichen Sergej-Jessenin-Museum in Taschkent, wo er faszinierende Führungen hielt und Seiten der Literatur- und Kulturgeschichte lebendig werden ließ.
Boris Golender ist Autor von mehr als 100 Büchern, Artikeln und Publikationen zur Geschichte und Kultur Usbekistans, darunter Werke wie „Meine Herren Taschkenter“ und „Fenster in die Vergangenheit. Turkestan auf alten Postkarten (1898–1917)“.
Seine Vorträge, Führungen, Podcasts und Videomaterialien – von Erzählungen über das alte Tschilanzar bis zu den Geheimnissen der Taschkenter Straßen – eröffneten dem Publikum vergessene Seiten der Vergangenheit.
Boris Anatoljewitsch war nicht nur ein Wissenschaftler, sondern ein wahrer Hüter der Zeit, ein Sammler der Taschkenter Altertümer, der sein Wissen mit aufrichtiger Leidenschaft und lebendigem Humor teilte.
Mit der Nachrichtenagentur „Fergana“ verband ihn eine fruchtbare Zusammenarbeit. Seine Videovorträge und Materialien, die auf unseren Plattformen veröffentlicht wurden, wurden zu einem unschätzbaren Beitrag zur Vermittlung des kulturellen Erbes Zentralasiens.
Wir sind stolz darauf, die Möglichkeit gehabt zu haben, mit einem so herausragenden Menschen zusammenzuarbeiten, dessen Forschungen unsere Leserinnen, Leser und Zuschauer zu einem tieferen Verständnis der Wurzeln ihres Landes inspirierten.
Der Tod von Boris Anatoljewitsch ist ein unersetzlicher Verlust für die historische Wissenschaft Usbekistans, die Heimatkunde und für alle, die ihn als Lehrer und Freund schätzten. Seine Werke werden auch für kommende Generationen eine Quelle des Wissens bleiben, und die Erinnerung an ihn wird hell und warm sein.
Die Nachrichtenagentur „Fergana“ spricht der Familie, den Angehörigen und Kolleginnen und Kollegen von Boris Anatoljewitsch Golender ihr aufrichtiges Beileid aus.
Möge sein Andenken gesegnet sein.
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