Ehemaliger Vizechef des GKNB wegen Korruptionsverdachts festgenommen

Daniel Rysalijew. Foto aus sozialen Netzwerken

Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Staatlichen Komitees für nationale Sicherheit (GKNB) Kirgisistans, Daniel Rysalijew, ist nach einer Befragung im Zusammenhang mit einem Korruptionsfall festgenommen worden. Zusammen mit ihm wurde auf Antrag eines nicht namentlich genannten Geschäftsmanns wegen mutmaßlicher Erpressung durch Sicherheitskräfte auch der ehemalige Leiter einer Abteilung der Behörde, Urmat Narbajew, in ein Untersuchungsgefängnis gebracht.

Laut kirgisischen Medien wurde Rysalijew am Vortag in die Hauptermittlungsabteilung des Innenministeriums gebracht, wo er im Rahmen der Ermittlungen in einem Strafverfahren vernommen wurde, woraufhin er inhaftiert wurde. Die zuständigen Behörden haben bislang keine Einzelheiten veröffentlicht, doch Quellen berichten, dass die Beschuldigten im Zusammenhang mit einer Anzeige eines nicht genannten Unternehmers wegen systematischer Erpressung durch Mitarbeiter des GKNB nach dem Artikel „Korruption“ verdächtigt werden.

Rysalijew hatte den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden des GKNB seit Dezember 2025 inne, war für Fragen der Cybersicherheit und das Koordinierungszentrum für Cybersicherheit zuständig und wurde im Februar 2026 im Zuge von Personalwechseln und einer umfassenderen „personellen Säuberung“ in den nationalen Sicherheitsbehörden von seinem Amt entbunden.

Seine Festnahme ist ein weiterer spektakulärer Vorfall in einer ganzen Serie von Korruptionsskandalen im System des GKNB: Bereits im April hatte die Behörde die Festnahme einer Gruppe aktiver Mitarbeiter und Staatsbediensteter wegen des Verdachts der Erpressung von Unternehmern gemeldet, und schon im März hatte die Militärstaatsanwaltschaft ein Verfahren wegen „Korruption“ gegen Mitarbeiter des Geheimdienstes eingeleitet.